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![]() ![]() ![]() ![]() Ursprünge und Wurzeln des Karnevals Der DCC heute ![]() Ganz besondere Aufmerksamkeit und viel Vorbereitungsarbeit leisten die Vereinsmitglieder für den traditionellen Kinderfasching. Immer am Faschingsdienstag kann man Kinder von nah und fern in herrlichen Kostüme beim ausgelassenen Feiern sehen. Die Kostümprämierung ist auch bei dieser Veranstaltung ein beliebter Höhepunkt. Immer am Donnerstag vor dem Rosenmontag steigt die Veranstaltung zum Weiberfasching. Männer haben nur in Frauenkleidung Eintritt - das muß man einfach erleben! Es ist zugegeben nicht ganz einfach zu dieser inzwischen schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung Eintrittskarten zu ergattern. Viel Glück dabei! Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor 5000 Jahren im Zweistromland gefeiert. Eine altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gibt Kunde davon, dass unter dem Priesterkönig Gudea ein siebentägiges Fest gefeiert wurde nach Neujahr als symbolische Hochzeit zwischen Gott und Volk. Die Inschrift besagt: "Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herren Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet." Dieses Gleichheitsprinzip bei den ausgelassenen Festen in der Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch ist bis heute ein charakteristisches Merkmal der so genannten "fünften Jahreszeit". Auch zu Zeiten des Römischen Reiches lassen sich Feste nachweisen, die meist mit dem Erwachen der Natur im Frühling in Zusammenhang stehen. Jedermann aus jeder Gesellschaftsschicht war eingeladen. Hinrichtungen wurden ausgesetzt, Sklaven und Herren tauschten zeitweise die Rollen, feierten und saßen gemeinsam myrtenbekränzt bei Tische. Sie tranken und aßen nach Herzenslust, konnten jedes freie Wort wagen und überschütteten sich mit kleinen Rosen . Aus den Rosen entstand möglicherweise das in unseren Tagen bekannte Konfetti . Die Römer veranstalteten auch farbenprächtige Umzüge, bei denen geschmückte Schiffswagen umhergezogen wurden.
Entstehung und Entwicklung des DCC-Weischlitz Auch in Weischlitz, so wie im gesamten Vogtland, sind zu allen Zeiten Veranstaltungen und Kostümfeste in der "fünften Jahreszeit" nachweisbar. Jedoch waren dies zumeist Feiern im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis bzw. durch Gaststättenbetreiber organisierte Kostümfeste. Betagte Weischlitzer haben mir berichtet, dass schon Ihre Großeltern oft dabei waren, wenn es um das "A Schammeriern" in der Faschingszeit ging. Als Ballerina, Prinzessin, Räuber, Seemann oder auch im Fantasiekostüm ging es dann zur Faschingsveranstaltung. Nicht vergessen darf hierbei auch die allzeit nachweisbare schöne Tradition der Bettelsprüche unserer Kinder, die schon immer am Faschingsdienstag in herrlichen oft selbstgefertigten Kostümen durch's Dorf ziehen. Mit Reimen "erbetteln" sie Süßigkeiten und Kleingeld. Eine schöne alte Tradition - man sollte darauf vorbereitet sein; selbst der Gobus Großmarkt hält an der "Information" Bonbons für die Kinder bereit. November 1980 - Der Dorf Carneval Club wird gegründet Die Gründungsmitglieder, alles aktive Mitgestalter der Faschings-verans Aus allen umliegenden Gemeinden und aus Plauen strömte das närrische Volk in die Turnhalle Weischlitz, und ließ sich allein schon wegen der Dekoration immer wieder verzaubern. Mit sehr viel Eigenleistung unserer Mitglieder entstand die ausfahrbare Doppelbühne, durch welche bis heute unsere Turnhalle zur echten Kulturhalle wird. Auch mit der Bühnentechnik waren wir schon immer auf dem neuesten Stand. So konnten wir bereits 1984 als erste Kultureinrichtung im Vogtland Funkmikrofone einsetzen. Neben den Veranstaltungen zur fünften Jahreszeit wurden Weinfeste und Sommernachtsbälle veranstaltet - immer wieder mit neuen Dekorationen und tollen Programmbeiträgen. Aber nicht nur perfekte Bühnentechnik, ausgefallene Dekorationsideen und fantasievoll gekleidetes Publikum sind das Besondere beim Carneval in Weischlitz. Es war auch schon immer unsere Tanzgruppe. Seit 1980 unter der choreographischen Leitung von Sieglinde Reichelt begeistern unsere Mädchen immer wieder. Der fleißigen Trainingsarbeit unserer Tanzgruppe war es im Wesentlichen zu verdanken, dass der DCC Weischlitz zu DDR-Zeiten als "Hervorragendes Volkskunstkollektiv der Oberstufe" ausgezeichnet wurde. Unsere Mädchen sorgten für wahre Begeisterungsstürme bei anderen Karnevalsvereinen, Betriebsveranstaltungen und auch bei Auftritten in der CSSR. taltungen in der Turnhalle Weischlitz, setzten sich in der Zeschenmühle zusammen. In mehreren Beratungen wurde eine Satzung ausgearbeitet, und es wurden die Verwaltungshürden der größten DDR der Welt gemeistert. Eine Vereinsgründung war zu dieser Zeit so gut wie ausgeschlossen, aber die staatlich verordnete "Gründungswelle" der Dorfklubs zur "Erhöhung des kulturellen Niveaus in den ländlichen Gebieten" war voll angelaufen. Daher auch unser Name - Dorf Carneval Club. Gegen die Schreibweise mit "C" konnte man im zuständigen Amt denn doch nichts einwenden, weil wir als "Abgrenzungsmaßnahme" zum rheinischen Karneval, als Schlachtruf das zu DCC passende ole' auserkoren hatten. So stand der Registrierung nichts im Wege, und seither ist das närrische Volk bei unseren Veranstaltungen voll dabei wenn es wieder und wieder unser Schlachtruf ertönt: Es hat nicht lange gedauert bis der DCC Weischlitz weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus bekannt wurde. Schon im dritten Jahr musste man sich bei der Kartenbestellung in Bühnennähe sagen lassen: "He, träum weiter, da muss erst einer wegsterben, damit Du Karten kriegen kannst." Aber damals gab es ja auch noch die "Parkettplätze" vor der Bühne.
Die Wendezeit Es kam die turbulente Wendezeit, und auch der Carneval war plötzlich grenzenlos. Die Überraschung war auf beiden Seiten. Wir staunten nicht schlecht über das hohe Niveau im Westen. Unsere Besucher aus den Altbundesländern hingegen waren echt überrascht, dass es im Osten so lebensfrohe Veranstaltungen gab. Alle Vereinsmitglieder werden diese turbulente Zeit mit vielen gegenseitigen Besuchen und Gastauftritten nie vergessen. Als endlich die "Wessis" visafrei in die "noch DDR" einreisen durften, stand der DCC mit kleinen Geschenken als Ersatz für das "Begrüßungsgeld" an der Hofer Straße - eine unvergessliche Nacht! Unvergessen ist auch unser erster Auftritt beim Umzugsfasching Drei Jahre nach der Wende gab es dann mal ein
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